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Sebastian Geschwind
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Lambada Kerwe

Das große Lampertheimer Fest, die "Lambada Kerwe" findet alljährlich am zweiten Wochenende im September entlang der Römerstraße und rund um die Domkirche statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region strömen in die Spargelstadt.

Die Lampertheimer Vereine, Gastronomen und Schausteller sorgen im "Kerwedorf" für beste Unterhaltung bei ansprechender Live-Musik und laden die Gäste zum gemütlichen Beisammensein ein.

Lambada Kerwe 2017

Die traditionelle Lampertheimer Kerwe wird wie üblich am zweiten Septemberwochenende (Samstag  bis Montag) gefeiert.

Los geht’s am Samstag, den 09. September um 16.00 Uhr, wo sich am Heimatmuseum die Kerweborscht treffen werden, um ab 16.30 Uhr den Weg durchs Kerwedorf zum Alten Rathaus zu nehmen. Dort werden sie um 17.00 Uhr von Bürgermeister Störmer erwartet.

Die organisatorischen Arbeiten sind abgeschlossen. Rund 70 Teilnehmer wollen den Besuchern aus nah und fern die ganze Palette eines solchen Festes bieten: Neben den Fahrgeschäften, die für alle jung und junggebliebenen Besucher sicherlich wieder ein Anziehungspunkt sind, werden auch Süßwarenstände und diverse Verkaufsstände ihre vielfältigen Waren anbieten. Für das leibliche Wohl sorgen die Imbissbetriebe sowie die Gaststätten und Lampertheimer Vereine, die sicherlich wieder ein breit gefächertes Angebot an kulinarischen und Lampertheimer Spezialitäten auf der Karte haben werden.

Am höchsten Lampertheimer Feiertag, dem Kerwemontag, wird auch in traditioneller Weise an der „Krone“ der Kerwekranz aufgehängt. Und auch hier werden die lokalen Politiker sicherlich in humorvoller Weise ihr "Fett" abbekommen.

Sperrung der Römerstraße

Im Zuge der Aufbauarbeiten im Kerwedorf wird die Römerstraße am Freitagmorgen (08.09.2017), 07.00 Uhr ab der Breiten Gasse bis in Höhe Andreaskirche für jeglichen Durchgangsverkehr gesperrt. Auch der Bereich der Kaiserstraße von Wilhelmstraße bis Römerstraße ist gesperrt.

Betroffene Anwohner können sich im „Rathaus–Service“ entsprechende Durchfahrtsberechtigungsscheine abholen. Diese Scheine sollen deutlich sichtbar an der Windschutzscheibe befestigt sein, damit kann man verhindern, dass man durch das städtische Ordnungspersonal angehalten wird. Der Durchfahrtsschein berechtigt allerdings nicht zum Parken innerhalb des Kerwedorfes.

Die derzeitige Sicherheitslage erfordert weiterführende Absperrmaßnahmen bei Veranstaltungen im öffentlichen Bereich. Dies führt dazu, dass während der „Kernzeiten“ der Kerwe die Veranstaltungsflächen massiv gesperrt werden müssen. Dies hat zur Folge, dass ein Befahren des „Kerwedorfes“ und der angrenzenden Straßen zu folgenden Zeiten nicht mehr möglich sein wird:

Samstag, 9.9.2017 von 17.00 bis 2.00 Uhr,

Sonntag, 10.9.2017 von 11.00 bis 2.00 Uhr und

Montag, 11.9.2017 von 11.00 bis 2.00 Uhr

Bus-Shuttle-Service

Im Rahmen der Kerwe wird auch ein attraktives ( jedoch kostenpflichtiges) Angebot durch die Verkehr- und Tourismus GmbhH Lampertheim und der Regionalbuslinie des VRN angeboten. Besucher aus den Stadtteilen können dann bequem ohne Auto die Kerwe aber auch die gleichzeitig stattfindende Kerb in Hofheim besuchen. Die entsprechenden Fahrpläne finden Sie hier:

Erweiterter Kerwefahrplan

Parkhaus Domgasse geöffnet

Für Besucher, die mit dem Pkw die Kerwe besuchen, steht das Parkhaus in der Domgasse von Samstag, den 09.09.2016, 06.30 Uhr bis Dienstag, den 12.09.2016, 06.30 Uhr zum kostenlosen Parken auf den jeweils gekennzeichneten Ebenen zur Verfügung.

Aus den Geschichtsbüchern

Kirchliche Kirchweihe und weltlicher Kerwemarkt
(von Hubert Simon)

Es ist noch gar nicht so lange her, da war es nahezu in Vergessenheit geraten, wann die Lampertheimer ihre weltliche Kirchweihe, also die „Kerwe“ feierten. Nach Rücksprache des Bürgermeisters mit den Pfarrern wurde 1970 der Termin des weltlichen Kirchweihfestes auf den jeweiligen 2. Sonntag im Monat September festgelegt.

Worauf geht nun das zweifellos mit der weltlichen „Kerwe“ zusammenhängende kirchliche Kirchweihfest zurück?

Jedenfalls wissen wir, dass die Andreaskirche nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1771 nicht geweiht worden war. Es ist wahrscheinlich, dass dies damit zusammenhängt, dass die Kirche ja den beiden damals anerkannten Konfessionen zum Gottesdienst dienen sollte. Allerdings ist eine Reihe von Simultankirchen bekannt, die dennoch geweiht wurden, wie z. B. die Balthasar-Neumann-Kirche im Stadtteil Hofheim.

Unsere Andreaskirche erfuhr ihre Weihe erst nach der Renovierung im Jahre 1948, am Fest des Kirchenpatrons, des Apostels Andreas, am 30. November. Die Kirchweihe bezieht sich demnach auf das 1770 abgerissene Gotteshaus, eine Kirche, die ebenfalls dem Apostel Andreas geweiht war und in ihren Anfängen in das 11. Jahrhundert zurückreicht.
Eine alte Quelle Lampertheimer Ortsrechts, das Weistum der Kellerei Stein aus dem Jahre 1490 gibt uns Auskunft über den Termin der Kirchweihe. Es heißt dort: „Hat das Gericht gesagt, ihre Kirchweihe sei auf Sonntag, nach unserer Frauen Tag (Mariä Geburt) im Sommer gelegen“…, d. h. also schon damals gab es keinen festen Tag, da Mariä Geburt zwar immer auf den 8. September, aber von Jahr zu Jahr auf einen anderen Wochentag fällt. In der gleichen Quelle ist auch das Recht der Herrschaft vermerkt, „zur Kirchweih oder sonst im Jahr Wein (auszuschenken)“.

Es ist nicht bekannt, ob die beiden Lampertheimer Landesherren; der Fürstbischof von Worms und der Pfalzgraf bei Rhein, von ihrem Privileg Gebrauch machten. Jedenfalls nutzen seit 1977, in diesem Jahr wurde die „Lambada Kerwe“ erfolgreich neu belebt, die Vereine ihr Recht, einmal im Jahr Getränke auszuschenken, was ja nicht zuletzt den Vereinskassen zu Gute kommt. Die oben zitierte Quelle beweist, dass schon vor 500 Jahren in Wirtshäusern gefeiert wurde.

Der erste Kirchweihmarkt fand hingegen erst am 14. und 15. September 1716 statt, verbunden mit einem Freischießen. In diesem Jahr erhielt nämlich Lampertheim das Markrecht. So feiert die Kerwe also ein doppeltes Jubiläum: 500 Jahre nach dem ersten Hinweis im Weistum der Kellerei Stein im Jahre 1490 befinden wir uns im 275. Jahr nach dem ersten Kerwemarkt.

Verschiedentlich ist auch noch von einer Kirchweih der evangelischen Lukaskirche die Rede. Der Termin dieser richtigerweise als „Nachkirchweihe“ zu bezeichnenden Feier fiel aber nur zufällig in den Oktober, den Monat also, in dem auch die evangelische Kirche eingeweiht wurde.

Bekanntlich erhielten Knechte und Mägde nur einmal im Jahr Geld ausgezahlt, das war an der Kirchweihe. Sonst gab es eigentlich nur Naturalvergütungen. In den Handbüchern der Bauern sind diese Ausgaben festgehalten und wir können dort feststellen, dass lange vor dem Bau der evangelischen Kirche von einer Nachkirchweihe die Rede ist, und dass auch an diesem Tag dem Gesinde Geld ausgezahlt wurde.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Feier des Kirchweihfestes bedeutend weiter zurückreicht als der Kirchweihmarkt, in die Zeit vor 1490, als die Kirche einer einzigen christlichen Gemeinde diente und von Glaubensspaltung noch keine Rede war. Und aus diesem Grunde können und dürfen wir alle ohne Bedenken auch in diesem Jahr den Kerweborscht auf ihre Frage: „Wem g`heert die Kerwe“, mit „unser“ antworten, denn das ist immer richtig.

Quelle: Lampertheimer Heimatblätter, Nr. 62, Kerwe 1990

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