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Sonntags bei Anton

Philosophisches Gesprächsforum

Ort
Kernstadt
Altes Rathaus, Sitzungssaal Römerstr.104

Veranstalter
Volkshochschule Lampertheim

Termine
So, 03.02.2019, 11:00 Uhr - 13:00 Uhr
So, 10.03.2019, 11:00 Uhr - 13:00 Uhr
So, 07.04.2019, 11:00 Uhr - 13:00 Uhr
So, 05.05.2019, 11:00 Uhr - 13:00 Uhr
So, 01.09.2019, 11:00 Uhr - 13:00 Uhr
So, 06.10.2019, 11:00 Uhr - 13:00 Uhr
So, 01.12.2019, 11:00 Uhr - 13:00 Uhr

Preis
Eintritt frei

 

Am Sonntag, den 03. Februar 2019 wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lampertheim das philosophische Gesprächsforum „Sonntags bei Anton“ fortgeführt. Dieses wird moderiert und geleitet von dem Philosophen Anton Schmitt, der u.a. an der Volkshochschule Lampertheim regelmäßig Philosophie-Seminare anbietet. Beginn der Veranstaltung im Sitzungssaal des „Alten Rathauses“ ist um 11.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für alle Besucher gibt es als speziellen Service außerdem kostenfrei Kaffee und Kuchen.
Die Reihe soll eine öffentliche Gesprächskultur für jedermann zugänglich und lebendig werden lassen. Dabei geht es um eine Begegnung auf Augenhöhe, nicht um ein „Belehrt- oder gar Überredet-werden“ durch „Experten“. Dabei widmet sich jede einzelne Veranstaltung einem spezifischen Thema. Eigene Vorschläge für nachfolgende Veranstaltungen können und sollen unterbreitet werden, z. B. per mail an die Volkshochschule Lampertheim (vhs@lampertheim.de) oder direkt an den Projektleiter Anton Schmitt (anton.schmitt@gmail com).
Das Thema dieser Veranstaltung lautet „Bildung“. "Bildung" kann ursprünglich auf den Ausdruck "cultura" zurückgeführt werden, was zunächst meinte: Pflege des Ackers (vgl. heute noch: "Agrikultur"). Da dies aber schon bedeutete, den Dingen nicht einfach ihren natürlichen Lauf zu lassen, sondern bearbeitend einzugreifen, kam es bald zum Ausdruck "cultura animi", Kultivierung der Seele. Das deutsche Wort "Bildung" führt man auf Meister Eckhart zurück, der damit das Erlernen des Ähnlichwerdens (Abbild) mit Gott meinte. Bald verband man mit Bildung jedoch die Kenntnis eines äußeren Kanon an Kulturgütern, wie etwa traditionell hoch geschätzter Leistungen in Kunst, Sprachen, Recht, Wirtschaft und Wissenschaften, so dass man heute ohne Weiteres jemanden, der z.B. die Millionen bei Günter Jauch gewonnen hat, als "gebildet" bezeichnen kann. Dem widerspricht allerdings Einiges: So definiert z.B. Hegel Bildung alleine von der Fähigkeit eines Subjekts, den Standpunkt eines Anderen einnehmen zu können. Wozu man aber erst einmal gar nichts Besonders zu wissen braucht! Es geht alleine um die Fähigkeit und das, was man unter "Herzensbildung" versteht. Auch diese hängt nicht von (Viel-)wisserei ab. Gebildet werden sollten nämlich, so etwa Schiller oder Wilhelm von Humboldt, nicht nur der Geist, der Verstand, sondern auch Gefühle und Empfindungen. Sie galten einerseits als naturgegeben und dem Menschen unmittelbar zugänglich. Andererseits aber schien es problematisch, sie im ungefilterten Naturzustand zu belassen. - Um all diese Aspekte werden wir uns um Klärung bemühen. Und nicht zuletzt auch hinsichtlich der Frage: Was Bildung" in unserer Zeit des Internets und Digitalisierung bedeutet.
Die Veranstaltung „Sonntags bei Anton“ versteht sich als ein vollständig offenes Forum für alle möglichen Fragen, die zur Sprache gebracht werden können. Ziel dieses offenen Gesprächskreises ist es, einander vernehmbar zu werden.
Anton Schmitt hat in München und Bonn Philosophie studiert und ist seit 25 Jahren wissenschaftlicher Mentor in Diensten der Fernuniversität Hagen. Seit Beginn des Studiengangs BA Kulturwissenschaften mit Fachschwerpunkt Philosophie virtueller Mentor des Moduls P1 in der Lehrplattform „moodle“.
Darüber hinaus ist er mehr als 20 Jahre Dozent in Präsenzmentoriaten an den Universitäten Karlsruhe, Kaiserslautern und dem Akademischen Colleg/Fernstudienzentrum Schwäbisch Gmünd. Außerdem Lehrbeauftragter für Philosophie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Geislingen/Nürtingen sowie der TU München. (Info: www.collegium-philosophicum.de).
Die Volkshochschule Lampertheim will mit der Installation des philosophischen Gesprächsforums eine weitere Facette ihres Angebots im Bereich „Politik und Gesellschaft“ anbieten. Neben den bereits bestehenden Philosophieseminaren soll mit dieser zusätzlichen offenen Veranstaltungsreihe eine zeitgemäße und bürgernahe Form der politisch-gesellschaftlichen Bildung mit möglichst niedriger „Hemmschwelle“ geschaffen werden. So können die Veranstaltungen spontan bei kostenlosem Eintritt besucht werden.
Ein wichtiger Hinweis zur Märzveranstaltung: Der ursprünglich geplante Termin 3.3. wird auf den 10.3.2019 verschoben!