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Stadtumbau startet

29.05.2018

Mit der Anerkennung des ISEK durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, kann der Stadtumbau in Lampertheim nun offiziell beginnen. „Natürlich freuen wir uns, dass die über Jahre andauernde Arbeit, die wir uns gemeinsam mit allen Beteiligten gemacht haben, nun von Wiesbaden offiziell anerkannt wurde“, freut sich Bürgermeister Gottfried Störmer. „Jetzt gilt es die Ärmel hochzukrempeln und die einzelnen Projekte umzusetzen.“

In der Anerkennung des ISEK durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurde grundsätzlich die Zustimmung zu den verschiedenen Maßnahmen erteilt. Einzelne Projekte wurden gestrichen, allerdings nur aus dem Grund, da andere Fördertöpfe dafür vorhanden sind und somit eine Förderung aus dem Städtebau nicht erfolgen kann (u. a. Tourismuskonzept). Das ISEK insgesamt und der Großteil der Maßnahmen wurden aber seitens des Ministeriums begrüßt. Da das ISEK ein Handlungskonzept für die Stadtentwicklung der nächsten Jahre ist und sich nicht nur auf den Stadtumbau konzentriert, verbleiben die aus der Städtebauförderung gestrichenen Projekte aber weiterhin im Konzept. Damit sollen auch die Bestrebungen der Stadt Lampertheim zur Umsetzung dieser Projekte gezeigt werden.

Eine Zusage gab es für verschiedene Projekte, die als Grundlage für die weiteren Maßnahmen dienen. Unter anderem wurde das Projekt zur sozialen und kulturellen Infrastruktur oder das stadtklimatische Gutachten mit Klimafolgenanpassung gefördert. Das Konzept zur sozialen und kulturellen Infrastruktur hat als Aufgabe, die Nutzungsanforderungen und den Gebäudebestand vor einer bautechnischen Modernisierung im Rahmen einer konzeptionellen Betrachtung aufeinander abzustimmen. Dies soll die Anpassung der Gebäude an die tatsächlichen bzw. zukünftig zu erwartenden Nutzungsansprüche, eine bedarfsgerechte Vorbereitung und Umsetzung der erforderlichen Gebäudemodernisierungen sowie eine wirtschaftliche Betriebsführung und Auslastung für die Kommune sicherstellen. Die vornehmlichen Ziele des stadtklimatischen Gutachtens mit Klimafolgenanpassung sind die Schaffung gesunder Lebensbedingungen, die Entwicklung strategischer Anpassungsansätze zum Klimawandel, die Freihaltung von Kaltluftentstehungsflächen und Frischluftschneisen sowie die Erarbeitung von Beurteilungsgrundlagen und Handlungsempfehlungen für zukünftige BP-Pläne / Bauprojekte.

Die in den Bürgerwerkstätten beispielsweise oftmals angemahnte und eingeforderte Kulturstätte/Kulturhaus ist ebenfalls als positiv angesehen worden. Ziel ist die Errichtung (ggf. Einrichtung) eines Kulturhaus/Veranstaltungsraums in der Innenstadt, das den Kulturschaffenden der Stadt sowie dem kommunalen Kulturbetrieb mit flexibler Bühne und professioneller Infrastruktur für Konzerte, Ausstellungen, Aufführungen, Begegnung und sonstige kulturelle Betätigungen zur Verfügung steht. Gleichzeitig soll die Räumlichkeit neues kulturelles und architektonisches Aushängeschild der Stadt werden. Eine Bewilligung der Maßnahme wird im kommenden Zuwendungsbescheid erwartet. Aber auch die Aufwertung des Schillerplatzes, die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Schaffung barrierearmer Straßenräume wurden positiv aufgenommen. Eine Bewilligung der Maßnahmen wird in den kommenden Zuwendungsbescheiden erfolgen. In den drei letztgenannten Maßnahmen geht es jeweils um die Erhöhung der Attraktivität der Stadt und um die Steigerung der Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner. Es sollen Barrieren abgebaut, die Innenstadt begrünt und für Einheimische und Touristen attraktiver gestaltet werden.

Als konkrete Maßnahme sind beispielsweise bereits Teilprojekte im Stadtpark realisiert worden (u. a. das Spielschiff im Stadtpark, Erneuerung der Teichanlage) oder befinden sich derzeit in der Umsetzung (Ausbau des Wegenetzes im Stadtpark, Erneuerung der Pflanzkübel in der Bürstädter Straße).