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Verwaltungsaußenstelle Hüttenfeld
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Stadtteil Hüttenfeld

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließen sich auf der Lampertheimer Seewiese die ersten Siedler, Valentin Jakob, Nikolaus Hamm, Johann Walter und Anton Rößling nieder. Am 20. Juli 1813 erhielt diese Ansiedlung den Namen „Hüttenfeld“, in Anlehnung an die frühere Zollhütte „Lampertheimer Hütte“, die vor 1728 an Stelle des herrschaftlichen Seewirtshauses hier stand.

Dem Pächter des Hütten-Hofgutes, der zugleich Zollerheber war, wurde im Jahre 1813 das Amt des Stabhalters übertragen. Die Namen Seewirtshaus, Seewiese und auch das im Jahre 1855 untergegangene Dorf Seehof, dessen Gemarkung heute größtenteils zur Stadt Lampertheim gehört, weisen darauf hin, dass sich westlich von Hüttenfeld schon seit dem 15. Jahrhundert ein großer künstlicher See – der Lorscher See – befand.

Im 17. Jahrhundert gerieten die Nachbardörfer Lorsch und Lampertheim, stellvertretend für ihre Landesherrschaften, nämlich Kurmainz und Kurpfalz, in Streit, wem nun welcher Anteil des ursprünglich zur Versorgung des nahegelegenen Jagdschlosses Neuschloß mit Fischen angelegten Sees gehöre. Von Zeit zu Zeit wurde der See trockengelegt, so dass sich auf diesem feuchten Gelände saftige Weiden bilden konnten.

Wenn wir heutzutage in diesem Gebiet nurmehr trockene, sandige Böden finden, so liegt das auch an der in den letzten Jahrzehnten aufgetretenen Grundwassersenkung, von der nicht nur Lampertheim, sondern das gesamte Ried betroffen ist.

Im Jahre 1853 erbaute der Frankfurter Bankier Baron von Rothschild das Schloss Rennhof, das nach verschiedenen Besitzwechseln am 1. April 1953 vom Litauischen Zentralkomitee erworben wurde. Seitdem ist darin eine litauische Oberschule untergebracht, bis zur Auflösung der Sowjetunion und der Erlangung der Unabhängigkeit der drei baltischen Staaten das einzige litauische Gymnasium, in dem litauische Schülerinnen und Schüler aus der gesamten westlichen Welt auch in litauischem Brauchtum unterrichtet wurden.

Heute steht das litauische Gymnasium auch deutschen Schülern offen. Als anerkannte deutsche Ersatzschule (seit dem 1. Juli 1999) berechtigt das dort erlangte Abitur zum Studium an deutschen und ausländischen Hochschulen.

Am 29. Juli 1923 konnte die im Saal des ehemaligen Gasthauses „Zur Wildbahn“ entstandene Kapelle der katholischen Gemeinde und am 12. Juli 1925 die evangelische „Gustav-Adolf-Kirche“ ihrer Bestimmung übergeben werden.

1983 wurde das katholische Pater-Delp-Zentrum eingeweiht, zur Erinnerung an den 1945 hingerichteten Jesuitenpater, der in Hüttenfeld seine Kindheit verbracht hatte. Die alte, baufällig gewordene katholische Herz-Jesu-Kirche wurde Anfang 1992 abgerissen. Ihren Platz hat die neue moderne Herz-Jesu-Kirche eingenommen, die am 19. August 1995 durch den Mainzer Bischof Karl Lehmann feierlich geweiht wurde.

Die Hüttenfelder Schule entstand bereits in den Gründerjahren; das heutige Schulhaus wurde in den Jahren 1906/1907 gebaut.

Von 1949 an hatte Hüttenfeld einen Beigeordneten und erhielt nach Einführung der Magistratsverfassung im Jahre 1952 einen Ortsbeirat. Das Bürgerhaus wurde im Jahre 1978 errichtet, und im Jahre 1983 erfolgte die Angliederung des bisher zu Hemsbach gehörenden Stadtteiles Rennhof.

Im Jahr 2013 feiert Hüttenfeld das 200-jährige Jubiläum seiner Namensgebung mit einer Reihe von Veranstaltungen.

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